Innovative Ideen gekürt

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Im Rahmen der Swissbau 2016 wurden die drei ersten Preise des Argolite Innovationswettbewerbes 2015 sowie ein Praktikum an einen der Teilnehmer verliehen. Der Wettbewerb bietet die Chance, das Talent der jugendlichen Teilnehmer und das Potenzial des Materials «HPL» in einem professionellen und praxisbezogenen KMU-Umfeld umzusetzen.

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Am Mittwoch, 13. Januar 2016 führte Argolite Geschäftsführer und vorstehender der Jury Markus Höchli in der Swissbau-Focus-Arena gekonnt durch die Preisverleihung. Im feierlichen Rahmen durften sich die drei Gewinnerteams mit ihren Arbeiten der Öffentlichkeit präsentieren. Der renommierte Designer Alfredo Häberli bot die angehenden Designer zu einem Siegerinterview und fühlte ihnen charmant auf den Zahn. Insgesamt trifft der Innovationswettbewerb bei den Designern auf offene Ohren, da sich die in der Ausbildung befindenden Teilnehmer in einem ihrem Ausbildungsgrad entsprechenden Wettbewerb messen können.

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Alfredo Häberli im Interview mit den drei Siegerteams.

Hochkarätige Jury
Anfang Dezember erfolgte die Jurierung der eingereichten Projekte. Neben Markus Höchli, dem Geschäftsführer von Argolite, setzte sich die Jury aus der Innenarchitektin Iria Degen, dem Architekten Beat Gafner von Itten Brechbühl und dem angesagten Designer Alfredo Häberli zusammen. Unterstützt wurde der Wettbewerb von Charles Job, Professor für Architektur an der Berner Fachhochschule in Burgdorf. Die vierköpfige Jury war nach einer kurzen Präsentation des Materials von dessen Vielseitigkeit begeistert, sprach aber auch von einem Imageproblem, dass HPL, früher Kunstharzplatten, hat. «Mit dem Wettbewerb wollen wir die Innovationskraft des Materials verstärkt in die Öffentlichkeit tragen», entgegnet Markus Höchli. In einem ersten Rundgang haben die vier Juroren die verschiedenen Arbeiten einzeln studiert und waren dabei überrascht vom hohen Niveau der Arbeiten. «Die Prototypen sind nicht in der Idee stehengeblieben, sondern wurden bereits auf ein gutes Niveau weiterentwickelt», sagt Alfredo Häberli. In einer zweiten Runde schliesslich nahm die Jury die Diskussion auf, setzte erst die Bewertungskriterien wie Innovationskraft, Präsentation sowie Realisierbarkeit fest und diskutierte intensiv über die Arbeiten. In einem anregenden Austausch fanden die vier Fachkräfte schnell einen Nenner.

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Die Jury mit Beat Gafner, Iria Degen, Alfredo Häberli und Markus Höchli, CEO Argolite (v. l.).

Drei Preise vergeben
Sieger ist das Projekt «Argolight» von Tobias Stump und Nando Wespi. Die Jury sprach von einer unsichtbaren Innovation, die überzeugend präsentiert wurde: «Mit einfachen Mitteln – der Zugabe eines Layers auf Naturbasis (Flachsfasern) – konnte die Stabilität der Platte signifikant verbessert werden. Dieser unsichtbare Mehrwert ist äusserst nachhaltig und passt ausgezeichnet zu Argolite».

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Die Sieger des Argolite Innovationswettbewerbs: Tobias Stump und Nando Wesi.

Die silberne Auszeichung erhielt das Projekt «Argofuse» von Florian Wachter. Den Ansatz, dass vom Mensch selber produzierte Energie, ohne dass er dies wahrnimmt, in Strom umgewandelt wird, bewertete die Jury als höchst interessant. «Das Material wurde quasi intelligenter gemacht, um einen neuen Nutzen abschöpfen zu können», beschreibt die Jury. Bei der technischen Umsetzung setzen die Fachleute aber ein grosses Fragezeichen.

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Der Zweitplatzierte: Florian Wachter.

Und schliesslich auf dem dritten Rang landete das Projekt «Argobent» von René Odermatt. Die Jury sprach von einer griffigen, gestalterisch spannenden Idee, die in dieser Art umgehend in die Wirklichkeit umgesetzt werden könnte. „Mit einem einfachen Eingriff erleben die HPL-Platten eine Art Transformation, das eigentlich steife Material wird weich und beweglich“, beschreibt Iria Degen ihren Gedanken. Für die Jury erhält das Material plötzlich eine gewisse Leichtigkeit und Transparenz. Durch dieses gezielte Einschneiden könnten für Argolite neue Anwendungsmöglichkeiten entstehen. «Was einerseits als neue positive Eigenschaft heraussticht, kann aber auch negativ bewertet werden», warnt Markus Höchli. «Durch diesen ästhetisch sicherlich schönen Eingriff werden die Eigenschaften von HPL bei den Bruchstellen verändert und so verlieren die Platten auch einen Teil ihrer einzigartigen Stärke und Widerstandskraft.»

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Den dritten Rang erreicht sowie den Zuspruch für das Teilzeitpraktikum erhalten: René Odermatt.

Die Sieger teilen sich die Preissumme von 12000 Franken. Enorm wichtig für die Jury und auch für Argolite selber ist, dass die Siegerprojekte unbedingt weiterentwickelt werden sollen. Damit dieses Wissen weitergereicht wird und noch mehr an Stärke gewinnt, hat Argolite zusätzlich ein einjähriges Teilzeitpraktikum vergeben, während diesem an der konkreten Umsetzung des jeweiligen Projekts getüftelt werden kann. René Odermatt hat mit Projekt «Argoleon» oder «Argoheat» den Zuspruch erhalten. «Argoleon» ist ein Laminat, das gezielt seine Farbe ändern kann. Der Effekt wird durch eine elektrische Heizfolie in Kombination mit thermochromer Farbe erzielt. Eine einzigartige Chance für den Gestalter wie auch für das Unternehmen selber!

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