Buchtipp: Häuser mit Charakter

downthelongdriveway_03-530x397

Sieht man sich durch gute Wohnstories, dann ist nicht nur der Text spannend, sondern sind auch die Bilder mitreissend, weil sie schaffen es, durch Wahl des Winkels, Ausschnitts und natürlich durch die sorgfältig ausgesuchten Möbel zu überzeugen. Doch oftmals stellen diese Bilder eine Realität dar, die es so nicht gibt: Wo man lebt, regiert auch mal das Chaos und Stuhl, Tapete und Co. sind auch nicht immer im makellosen Zustand. Gerade deshalb bietet Mary Gaudins Buch «Down the Long Driveway, You’ll See It»  eine gelungene Abwechslung zu der bestehenden Auswahl an Interior-Design-Lektüren.

Die neuseeländische Fotografin, die zur Zeit in Montpellier (Frankreich) wohnhaft ist, machte es sich nämlich zur Aufgabe, in ihren Heimatland gelungene Häuser aus den 1950er- bis 1970er-Jahren fotografisch festzuhalten. Die im Buch gezeigten Wohnprojekte sind, da nicht mehr neu, ein toller Beweis dafür, dass auch Reportagen über Häuser, in denen eine Staubschicht liegt, faszinierend sein können. «Das Projekt basiert nicht nur auf der Idee, die Häuser im architektonischen Licht zu beleuchten, sondern auch darauf, dass diese Häuser bewohnt sind. Auch sollen Details zum Design und zu den bei der Konstruktion verwendeten Materialien offengelegt werden» so Gaudin.

33b038b9b3289800dc204480c6ec5a73

Henderson House, 1950 (Ernst Plishke)

31e382e8ec584ec88766573e67c5c7bc

Orr-Walker House, 1965 (Mark Brown and Fairhead)

8bc8448abb186d303da667acffe95f70

Ballantyne House, 1959 (Warren & Mahoney)

3b774f19e23782304c1c5c5d0d1ce08b

Sellars House, 1954 (Guy Sellars)

Angaben zum Buch:
Herausgegeben von Mary Gaudin (Fotos) und Matthew Arnold (Text): Down the Long Driveway, You’ll See It, 2014. 336 Seiten, 23×30 cm, englisch, ISBN 978-0-473-29961-3. Ungefähr 49 Franken, erhältlich online, kostenlose Lieferung (weltweit).

 

Kommentar verfassen