Rückblick Designers‘ Saturday

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Der 16. Designers’ Saturday inspirierte auch dieses Jahr mit vielen experimentellen Inszenierungen. Die Fabrikräumlichkeiten von Unternehmen aus dem Raum Langenthal verkörpern eine dynamische Umgebung, die Hersteller und Schulen zu überraschenden Ausstellungskonzepten anregt. In diesem Kontext durfte auch Modulør wirken: In einer grossräumigen Holzfabrikationshalle von Hector Egger gestaltete Harry Herrsche, Partner bei Rosarot Ideenraum, einen Stand zum Thema der aktuellen Modulør-Ausgabe. Der Versuch, das Thema der Innenentwicklung von Langenthal räumlich zu vermitteln, um es den verschiedenen Besuchergruppen näherzubringen, ist dank Team Rosarot geglückt. Im Interview gibt Harry Herrsche Einblick in den Entwurfsprozess.


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Harry Herrsche, Was macht den Designers’ Saturday besonders?
Für mich steht er für einen spannenden Austausch der Schweizer Designszene. Genau dieser Austausch und diese Dynamik machen den Event besonders. Ich empfinde es als angenehm, durch die Räume der verschiedenen Standorte und deren Inszenierungen zu schlendern und überrascht zu werden.

Welches waren Ihre Highlights?
Sehr erfrischend war das Projekt der ECAL Lausanne. Ebenso die Auftritte von Création Baumann, Intertime und Kvadrat faszinierten mich. Und natürlich auch die Tatsache, dass wir kurzerhand mit unserer neuen Designagentur den Auftritt für Modulør gestalten durften.

Welches waren die zentralen Entwurfsgedanken für den Modulør-Stand?
Das definierte Thema «Innenentwicklung einer Kleinstadt – Langenthal» oder besser «Dichte braucht Dialog». Und der Wunsch, das Magazin Modulør visuell darin zu integrieren, schrie förmlich nach einem Hilfsmittel zur Fixierung von Proportionen, sprich dem Modulor von Le Corbusier. Dieser Raster bildete das Layout, womit die Verdichtung sehr schön dargestellt wurde. Und er definierte die Punkte, an welchen die Magazin-Displays, vom menschlichen Mass einer aufrechten Figur ausgehend, gesetzt werden konnten. Die entstandenen Perspektiven und der Dialog ergeben die im Fokus stehende Kleinstadt – wortgetreu wie auch plastisch. Grafisch wollten wir von Rosarot lediglich mit Typografie und polarisierenden Aussagen von Innen- und Aussenansichten aus der akutellen Ausgabe arbeiten. Dies, um plakativ zu werden und die Besucher zu animieren, Detailinformationen und Bildwelten direkt aus Modulør zu entnehmen.

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Fotos Modulør-Stand: Matthias Dietiker

Rosarot Ideenraum: www.rosarot.ch

Designers‘ Saturday: Mehr Projekte finden Sie auf www.designerssaturday.ch

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