ARC-AWARD: FÜNF GEWINNER

Schule Port

Zum siebten Mal fand die Verleihung des Schweizer Architekturpreises Arc-Award statt. Eingereicht wurden 352 Wettbewerbsbeiträge. Mit 182 Einreichungen verzeichnet die Kategorie «Wohnbauten» am meisten Projekte. Sieger ist das Projekt «Genossenschaftshaus Stadterle» von Buchner Bründler Architekten BSA SIA, Basel (zweites Bild). In der Kategorie «Öffentliche Bauten, Industrie und Gewerbe» wurden am diesjährigen Arc-Award 112 Projekte eingereicht. Sieger ist das Schulhausprojekt «Ecole, crèche, piscine et espace public de Chandieu» vom Genfer Atelier Bonnet & Cie. (drittes Bild). In der Kategorie «Der erste Bau» wurden 25 Arbeiten eingereicht. Gewonnen hat die «Schule Port» der Skop GmbH, Zürich (erstes Bild). Der Sonderpreis der Jury geht an das Projekt «Maisons Duc» von Gaymenzel Sàrl, Monthey, für die feinfühlige Sanierung eines mittelalterlichen Ensembles (viertes Bild). In der Kategorie «Next-Generation» reichten Architekturstudierende 58 Projekte ein. Gewonnen haben Quirin Koch und Christian Grendelmeier von der Hochschule Luzern mit ihrem gemeinsamen Projekt «Melisma de Sevilla» (fünftes Bild).

Weitere Informationen unter: www.arc-award.ch

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PRIX LIGNUM 2018

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Seit 2009 wird der Prix Lignum gesamtschweizerisch vergeben. Der Preis für herausragendes Bauen mit Holz soll den Stellenwert der heimischen Ressource in der Baukultur würdigen. 2018 wurde die Auszeichnung, die alle drei Jahre verliehen wird, bereits zum vierten Mal vergeben. Zugelassen waren nicht nur Bauwerke, die in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein verortet sind. Das Datum der Fertigstellung musste zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 28. Februar 2018 liegen. Unter 15 Rängen aus fünf Grossregionen vergibt die Jury jeweils die drei nationalen Preise Gold, Silber und Bronze. Der diesjährige Goldgewinner zeigt beispielhaft, wie eine viele technische Funktionen zu erfüllende Seilbahnstation gekonnt in die Berglandschaft eingebettet werden kann. Der Bau auf dem Chäserugg von Herzog & de Meuron verfügt über eine prägnante Form: Er zeigt formale Verwandtschaften mit den Typologien der Scheune, des Chalets wie der Halle auf, die prägend für die Alpenregion sind. Mehr

BALDIGES BAUHAUSJUBILÄUM

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In wenigen Monaten wird das Bauhaus 100-jährig. Die deutsche Kunst-, Design- und Architekturschule bestand von 1919 bis 1933 und prägte die internationale Moderne stark. Einen Einblick in die Vielschichtigkeit der Medien, mit welchen im Bauhaus experimentiert wurde, lässt sich seit vergangenem Juni auch in Berlin-Charlottenburg sehen. Das historische Haus Hardenberg in der Knesebeckstrasse wird derzeit von der Institution Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung bespielt. Während der Sanierung des Hauptsitzes an der Klingelhöferstrasse zeigt die Berliner Institution ungewöhnliche Ausstellungsformate, Veranstaltungen und neue Inhalte. Zum Jubiläumsjahr sollen auch Veränderungen der inhaltlichen Ausrichtung des Hauses im Kontext politischer und kultureller Transformationen thematisiert werden. Das Ziel ist nicht nur die historische Einbettung des Bauhauses, sondern ebenso dessen aktuelle Bedeutung und Reichweite als materielles und geistiges Erbe. Das Haus Hardenberg wurde in den 1950er-Jahren errichtet und war ein bedeutendes Büro- und Geschäftshaus der Westberliner Nachkriegsmoderne.

Weiter Informationen unter: www.bauhaus.de
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AUSZEICHNUNG ARCHITEKTURFOTOGRAFIE

ONLY FOR USE IN RELATION TO THE ARCHITECTURAL PHOTOGRAPHY AWARDS 2018: Roman Robroek from the Netherlands is one of the 20 shortlisted photographers for The Architectural Photography Awards 2018, sponsored by Sto and Dornbracht, and supported by the World Architecture Festival (WAF) and Picsel, with his image of a semi-abandoned power station in Kelenfold, Budapest, Hungary. Roman entered this image into the Interior category. The 20 shortlisted photographs are from the 4 main categories of the Awards - Exterior, Interior, Sense of Place and Buildings in Use and will be exhibited at this year’s WAF in Amsterdam from 28th-30th November where visitors to the Festival can cast their vote for the overall winner, which will be announced during the WAF Gala Dinner on Friday 30th November. The winners of the Mobile and Portfolio categories will also be revealed at the same time. The overall winner of the 4 main categories will receive a cash prize of $3000; the Portfolio category prize is $1000 and the Mobile category will have 2 winners - the crowd-voters’ choice and the judges’ choice - each receiving a prize of $250.  Photo credit should read: Roman Robroek/APA18/Sto/Dornbracht

In der heutigen Bildwelt sind die Grenzen zwischen Fotograf und Amateur fliessend geworden. Die Auszeichnung, Ehrung und Konservierung solcher Bildwelten ist ein breites Feld, an das man mit unterschiedlichen Ansätzen herangehen kann. Wie können Kategorien festgelegt werden, die die ganze Breite der Architekturfotografie beschreiben? The Architectural Photography Awards 2018 unternehmen einen solchen Versuch. Die Auswahl ist erfrischend: Statt der statischen, oft menschenlosen Fotografien zeigt der Blick auf die Shortlist zwanzig Einträge, die so verschiedene Stimmungen wie Qualitäten aufweisen. Der Nutzung von Gebäuden kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Die Einträge stammen aus 47 unterschiedlichen Ländern, wobei Grossbritannien mit 28 Prozent der Einträge am prominentesten vertreten ist. In den vier Kategorien «Exterior», «Interior», «Sense of Place» und «Buildings in use» finden sich von abstrakt zurückhaltenden bis zu lebendigen Nahaufnahmen. Die ausgezeichneten Bilder werden vom 28. bis 30. November am World Architecture Festival (WAF) in Amsterdam ausgestellt.

Weitere Informationen unter: www.archphotoawards.com

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In Licht getaucht

Skyspace-Zumtobel - (1)

James Turrell ist ein Meister der Lichträume, in denen er Licht, Materialität, Fläche, Farbe und Raum stets von neuem untersucht und in ein Spannungsverhältnis setzt. Bereits mehrere Installationen des international renommierten Künstlers finden sich im Alpenraum. «Skyspace» in Lech ist sein neues Werk im Gebirge: In der hochalpinen Landschaft von Arlberg zeigt sie sich gegen aussen als kleine elliptische Kuppel auf einem ebenso geformten Baukörper aus Naturstein. Bei dem unauffällig in den Hang integrierten Ensemble überrascht das Innere umso mehr. Zuerst tritt der Besucher jedoch durch einen unterirdischen Tunnel, dessen Blickachse auf den Biberkopfgipfel ausgerichtet wurde. In dem ovalen Lichtraum angekommen öffnet sich der Blick nach oben: Eine Aussparung in der Decke gibt die Sicht auf den Himmel frei, der durch die Konstellation besonders nah wirkt. Der Besucherraum wird mit wechselnden Lichtfarben bespielt, die eine zusätzliche Ebene der Wahrnehmung begünstigen. Wichtig bei der Umsetzung war die Integration des nach James Turrell benannten «Ganzfeldes»: Es handelt sich dabei um ein beinahe strukturloses, gleichmässiges Sehfeld, das wegen seiner Homogenität keine Orientierung bietet. Im «Skyspace» kommt dieses besonders bei geschlossener Kuppel zur Geltung. Das Projekt ist auf Initiative des privaten Vereins «Horizon Field», der Kunstprojekte in Vorarlberg fördert, entstanden. Die architektonische Umsetzung wurde vom Architekturbüro Baumschlager Eberle begleitet. Lichttechnisch unterstützt wurden die «Skyspaces» von der Lichtfirma Zumtobel.

Künstler: www.jamesturrell.com

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