VIELSCHICHTIGER RÜCKBLICK

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Die soziale Revolution von 1968 hat viele Spuren hinterlassen – anlässlich ihres 50. Jahrestages zeigt das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich auf dem Hönggerberg eine Sammlung an Skizzen und Druckerzeugnissen jener Zeit. Die Ausstellung trägt den Namen «Cloud ’68 – Paper Voice» und gibt Einblick in Darstellungstechniken des noch vordigitalen Zeitalters. Die Auswahl umfasst 173 grafische Arbeiten aus der Privatsammlung des chilenischen Architekten Smiljan Radic, der die Ausstellung zusammen mit Patricio Mardones kuratierte. Darunter finden sich Arbeiten von Constant Nieuwenhuys, Guy Debord, Asger Jorn, Haus-Rucker-Co, Archigram, Utopie und Superstudio. Die 33 Paneele erinnern an den «Mnemosyne Atlas» von Aby Warbug. Beim Wandern entlang der Schautafeln erschliesst sich die Aufbruchstimmung aus einer Zeit, die sich nicht vor Realitätsferne scheute. Videoaufzeichnungen von Interviews mit Protagonisten vermitteln die radikalen Bewegungen der 1950er- bis 1970er Jahre auf einer weiteren Ebene.

Mehr Informationen unter: www.ausstellungen.gta.arch.ethz.ch

Fotografie: Manuel Pestalozzi

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