In den Kontext eingebettet

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Ein wichtiger Bestandteil des Projekts «Corner House» des britischen Architekturbüros DSDHA ist der Dialog mit dem bestehenden Stadtgefüge. Wichtig ist dem Büro auch die Entwicklung einer zeitgenössischen Ästhetik, die sich aus dem vor Ort Gefundenen ableitet. Die im Londoner Bezirk Fitzrovia üblichen Terrassen und die Betonung der Vertikalen wurden in den Entwurf aufgenommen. Das Volumen findet nach aussen in zwei unterschiedlich ausgestalteten Backsteinfassaden ein städtisches Gesicht, das auf die übliche Artikulierung des Sockelgeschosses verzichtet. Stattdessen finden sich zwei kristallin wirkende Pavillonaufbauten auf den Dächern, die überraschende Blicke auf das Zentrum von London frei geben. Die Architekten legten grossen Wert auf diese fünfte Fassade, die durch neue Perspektiven besonders im urbanen Kontext immer mehr an Bedeutung gewinnt. Auf sechs Stockwerken und einer Gesamtfläche von 1800 m² finden Wohnungen und kommerzielle Nutzungen Platz. «Corner House» wurde unter anderem mit dem RIBA London und dem RIBA National Award 2016 ausgezeichnet. Jüngst wurde das Projekt für die British Construction Industry Awards 2017 nominiert, dessen Gewinner im Oktober bekannt gegeben werden.

Architektur: DSDHA

Fotografie Bilder 1, 3 und 4: Luca Miserocchi

Fotografie Bilder 2 und 5: Christopher Rudquist

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